Am 4. Dezember 2025 lud die Stadtteilkoordination Schöneberg Nord gemeinsam mit der Stadtteilkoordination Tiergarten Süd unter dem Motto „Gemeinsam für ein sicheres und solidarisches Miteinander“ zum Kiezspaziergang ein.

Der Spaziergang führte die Teilnehmenden durch den Kiez und bot die Gelegenheit, engagierte Akteur*innen kennenzulernen sowie wertvolle Einblicke in die Arbeit zu den Themen Drogenkonsum, Obdachlosigkeit und Sexarbeit zu erhalten. Ziel war es, den Austausch zwischen Projekten, Einrichtungen, Politik und Verwaltung zu stärken – ein wichtiger Schritt für ein lebendiges und solidarisches Miteinander im Stadtteil.

Los ging es um 16 Uhr bei der Kältehilfe in der Kurmärkischen Straße 1–3. Dort stellten sich unter anderem die Angebote von Subway, Parkläufer, Mediationszentrum, Gewalt- und Kriminalitätsprävention sowie der Notunterkunft für Frauen vor. Anschließend führte der Rundgang entlang der Bülow-, Froben- und Kurfürstenstraße in Richtung Nollendorfplatz. Unterwegs erhielten die Teilnehmenden spannende Einblicke in die Arbeit von Café Julia, Villa Schöneberg, Frauentreff Olga und Maneo.

Vielfältige Herausforderungen im Kiez sichtbar gemacht

Die Themen Obdachlosigkeit, Drogenkonsum und Sexarbeit stellen den Kiez seit Jahren vor große Herausforderungen. Der stark schwankende Verlauf dieser Probleme über die Jahre erschwert es, konstante Angebote bereitzustellen, zumal viele Projekte von Kürzungen betroffen und oft nur zeitlich begrenzt sind. Die beim Spaziergang vertretenen Initiativen, wie Kältehilfe-Angebote oder der Frauentreff Olga, zeigen jedoch, wie gezielte Projekte direkt unterstützen, Hemmschwellen abbauen und Menschen in schwierigen Lebenssituationen begleiten können.

Austausch, Vernetzung und positive Resonanz

Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, sich direkt zu informieren und auszutauschen. Viele besuchten zum ersten Mal Einrichtungen wie das Büloweck, lernten die Angebote kennen und überwanden dadurch Hemmschwellen. Auch die Anwohner*innen zeigten sich dankbar für diese Form der Vernetzung und den direkten Kontakt zu Projekten und Nachbar*innen.

Politiker*innen aus dem Bezirk nahmen ebenfalls teil. Die Veranstaltung bot somit eine Plattform, um politische Unterstützung für lokale Kiezprojekte sichtbar zu machen und nachhaltige Vernetzung im Quartier zu fördern.

Besondere Momente und nachhaltige Wirkung

Für unsere Stadtteilkoordinatorin Tina Waleschkowski war der große Zuspruch besonders eindrucksvoll: 

„Seit fünf Jahren arbeite ich nun als Stadtteilkoordinatorin, aber so ein großes Interesse und eine so positive, wertschätzende Stimmung gab es noch nie. Die Solidarität der Teilnehmenden war deutlich spürbar, ebenso der Dank dafür, dass wir dieses Format überhaupt auf die Beine gestellt haben.“

Abgerundet wurde der Spaziergang mit einem offenen Ausklang ab 19 Uhr im Büloweck, inklusive Buffet, Gesprächen und zahlreichen neuen Kontakten. Aufgrund des großen Erfolgs sollen die Kiezspaziergänge im kommenden Jahr fortgesetzt werden – ein nachhaltig wirksames Format für Vernetzung, Informationsaustausch und ein solidarisches Miteinander im Stadtteil.

Bilder: Tina Waleschkowski / PFH