Organisiert und durchgeführt wurde der Kiezspaziergang von Max Söding (Stadtteilkoordination Tiergarten Süd, Träger: Fipp e.V.) und Tina Waleschkowski (Stadtteilkoordination Schöneberg Nord, Träger: PFH) in Kooperation mit dem Team des Frauentreffs Olga vom Drogennotdienst Berlin. Mit dem Termin knüpften die Beteiligten an das bereits im Dezember des vergangenen Jahres erfolgreiche Format an.
Beteiligung aus Nachbarschaft, Sozialarbeit & Politik
Die Teilnehmenden setzten sich aus einer vielfältigen Gruppe zusammen: Neben Anwohner*innen waren zahlreiche sozialen Akteur*innen aus dem Kiez vertreten. Ergänzt wurde die Runde durch Mitarbeitende der Verwaltung sowie Vertreter*innen der Bezirkspolitik.
Einblicke in soziale Angebote des Kurfürstenkiezes
Der Ablauf des Kiezspaziergangs gliederte sich in zwei Teile: In der ersten Stunde stellte sich die mobile Wache des Präventionsteams der Polizei für Tiergarten Süd und Schöneberg Nord vor. Im Anschluss begann ein gemeinsamer Rundgang durch den Kiez. Erste Station war das Ärztemobil der Caritas, das seit Kurzem einmal wöchentlich vor Ort im Einsatz ist. Von dort aus ging es die Frobenstraße entlang zurück zur Zwölf-Apostel-Kirche, wo im Gemeinderaum die Lebensmittelausgabe vorgestellt wurde. Im Anschluss präsentierte das Team des Frauentreffs Olga seine Arbeit als Drogennotdienst.
In der zweiten Stunde hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, in Kleingruppen den Frauentreff Olga direkt vor Ort in der Kurfürstenstraße zu besuchen. Dort erhielten sie vertiefte Einblicke in die Arbeit der Einrichtung und konnten ihre Fragen im direkten Austausch klären. Parallel dazu bot die Zwölf-Apostel-Kirche Raum für Gespräche und Austausch bei einem bereitgestellten Buffet.
RBB dokumentiert Entwicklungen im Kurfürstenkiez
Begleitet wurde die Veranstaltung vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), der den Kiezspaziergang filmisch dokumentierte. Eine Ausstrahlung der Dokumentation über die Entwicklungen im Kurfürstenkiez ist für Mai geplant.
Nachhaltige Vernetzung im Quartier
Die Veranstaltung wurde insgesamt sehr positiv bewertet. Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit zum Austausch und gewannen neue Einblicke in die sozialen Angebote im Stadtteil. Besonders hervorgehoben wurde, dass zahlreiche Besucher*innen den Frauentreff Olga erstmals kennenlernen konnten und ein besseres Verständnis für dessen wichtige Arbeit entwickelten.
Der Kiezspaziergang zeigte deutlich seinen Mehrwert: Er förderte den direkten Dialog zwischen Anwohnenden, sozialen Trägern, Verwaltung und Polizei und stärkte die Vernetzung im Quartier nachhaltig. Zum Abschluss bedankten sich die Stadtteilkoordinationen bei allen Beteiligten und riefen dazu auf, eigene Ideen und Anregungen für zukünftige Beteiligungsformate einzubringen - darunter weitere Kiezspaziergänge oder Runde Tische.