Inhaltsübersicht:
Schulprogramm 2025 – Einleitung Erweiterung; Stand: Februar 2026
Mit dem vorliegenden Obelix legen wir eine aktualisierte und weiterentwickelte Fassung unseres gemeinsamen pädagogischen Selbstverständnisses vor. Die Berufliche Schule des Pestalozzi-Fröbel-Hauses (PFH) hat in den vergangenen Jahren einen tiefgreifenden Wandel erlebt: Wir sind gewachsen, haben unser Bildungsangebot erweitert und uns sowohl inhaltlich als auch strukturell diversifiziert. Diese Entwicklungen stehen im Zusammenhang mit veränderten Rahmenbedingungen der Landes- und Bundesbildungspolitik sowie dem weiterhin hohen Bedarf an qualifizierten sozialpädagogischen Fachkräften. Gleichzeitig macht die Vielzahl an Ausbildungsstätten in Berlin eine deutliche Profilierung unserer Schule und gezielte Maßnahmen in der Öffentlichkeitsarbeit notwendig.
Das Pestalozzi-Fröbel-Haus ist ein traditionsreicher Verbund von Ausbildungsstätten und Praxiseinrichtungen mit über 150 Jahren Geschichte. Zum Haus gehören eine Fachschule für Sozialpädagogik mit europäischem Profil, eine Fachoberschule für Gesundheit und Soziales, eine Berufsfachschule für sozialpädagogische Assistenz sowie ein umfassendes Netzwerk von Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen. Rund 750 Mitarbeitende gestalten mit Professionalität, Engagement und Herz die Verbindung von Theorie und Praxis.
Bildung, Praxis und Europäische Perspektiven
Unser Ausbildungs- und Weiterbildungsportfolio wurde erweitert, um den steigenden Anforderungen der sozialpädagogischen Praxis gerecht zu werden: neue Ausbildungsgänge, traumapädagogische Schwerpunktklassen sowie Weiterbildungsmöglichkeiten wie Facherzieherin für Teilhabe und Integration oder den Bachelor in Sozialpädagogik und Management. Schulische Lernangebote und praktische Tätigkeiten in unseren Einrichtungen – von Kitas über schulische Projekte bis hin zu Jugendhilfeangeboten – werden so gestaltet, dass eine enge Verzahnung angestrebt wird und unsere Schülerinnen und Studierenden von Beginn an die Möglichkeit erhalten, fachliche Kompetenzen, Handlungssicherheit und professionelle Erfahrung zu entwickeln.
Die Fachschule des PFH bietet seit fast drei Jahrzehnten Erasmus-Programme an, die unseren Studierenden internationale Praxis- und Lernmöglichkeiten eröffnen, interkulturelle Kompetenzen stärken und die europäische Perspektive erweitern. Ergänzt wird das Angebot durch gemeinsam entwickelte pädagogische Leitlinien und diskriminierungskritische Standards, die Orientierung und Verbindlichkeit für alle am Schulleben Beteiligten schaffen.
Entwicklungsprozesse und Herausforderungen
Diese Entwicklungen fügen sich ein in den umfassenden Transformationsprozess des gesamten PFH, das auf eine lange Tradition zurückblickt und sich zugleich zukunftsorientiert weiterentwickelt. Die zunehmende Verzahnung von Ausbildung und Praxis steht dabei im Sinne unserer Stiftungsgründerin Henriette Schrader-Breymann und bildet ein zentrales Fundament unseres Handelns.
Die Schulprogrammarbeit basiert auf einer systematischen Analyse des aktuellen Standes unserer Schule. Daraus abgeleitete Entwicklungsvorhaben werden in den kommenden Jahren aufgegriffen, erprobt, reflektiert und weiterentwickelt. Die Diversifizierung unseres Bildungsangebots eröffnet vielfältige Zugangswege in die sozialpädagogischen Berufe – und stellt uns zugleich vor neue Herausforderungen, denen wir engagiert, gemeinsam und lernend begegnen.
Danksagung
Ich danke der erweiterten Schulleitung – Beate Lutze, Julia Trévin, Johannes Gruhl, Nikolai Preuschoff und Cora Schulz – für die Koordination und Zusammenführung der Inhalte dieses Schulprogramms. Mein besonderer Dank gilt zudem allen Kolleg*innen, die ihre fachliche Expertise eingebracht und so zur inhaltlichen Gestaltung beigetragen haben. Ebenso danke ich allen am Schulleben Beteiligten, die mit Professionalität, Engagement, Freude und Herz dazu beitragen, dass unsere Schule kontinuierlich wächst und sich weiterentwickelt.
Berlin, November 2025
Jochen Knopp
Schulleiter