Frühkindliche Bildung braucht klare Rahmenbedingungen. Am 13. Februar lädt der Pestalozzi-Fröbel-Verband gemeinsam mit dem PFH zum Austausch über den zukünftigen Förderauftrag ein.

Die frühe Bildung steht an einem Wendepunkt: Sie trägt als Trias aus Erziehung, Bildung und Betreuung entscheidend zu Teilhabe, individueller Entwicklung und gesellschaftlicher Integration bei – und ist damit weit mehr als Betreuung.
Damit sie ihr Potenzial entfalten kann, braucht sie eine gesetzliche Grundlage, die den Bildungs- und Förderauftrag von Kindertageseinrichtungen zeitgemäß, klar und zukunftsfähig beschreibt.

Der pfv hat gemeinsam mit Expert*innen einen Vorschlag zur Neuformulierung des § 22 Abs. 3 SGB VIII erarbeitet, der die aktuellen wissenschaftlichen und praktischen Erkenntnisse der Frühpädagogik aufgreift. Dieser Entwurf bildet die Grundlage der Veranstaltung – mit der zentralen Frage:

Wie lässt sich Qualität in der frühen Bildung systematisch sichern und weiterentwickeln – auf Bundes- wie auf Landesebene?

Diskussion mit Perspektive: Berlin als Beispiel

Das Berliner Bildungsprogramm (2004, aktualisiert 2014) gilt bundesweit als Modellrahmen für Qualitätsentwicklung in der Kindertagesbetreuung. Es verbindet kindzentrierte, ganzheitliche und selbstbestimmte Bildungsansätze mit alltagsintegrierter Förderung.
In der Dialogveranstaltung wird diskutiert, wie der neue gesetzliche Vorschlag des pfv in eine Weiterentwicklung dieses Programms einfließen könnte – und welche Konsequenzen sich daraus für die pädagogische Praxis, Träger und Fachkräfte ergeben.

Impulsvorträge und Diskussionen

„Wie klar ist der Auftrag für die Kita?“
Vorstellung und Genese des Formulierungsvorschlags zum § 22 Abs. 3 SGB VIII
(pfv / N.N.)

„Mögliche Auswirkungen einer gesetzlichen Neuausrichtung für die Qualitätsentwicklung im Land Berlin“
Henriette Harms, Direktorin des Pestalozzi-Fröbel-Hauses (Einleitung)
Grit Herrnberger, Vorsitzende QBE, Fipp e.V., Berliner Kitabündnis

Im Anschluss an die Impulse laden wir zu Austausch, Diskussion und Reflexion in Kleingruppen und einer Podiumsrunde ein. Ziel ist es, Perspektiven aus Forschung, Praxis und Politik zusammenzuführen und Impulse für die Weiterentwicklung frühpädagogischer Qualität zu gewinnen.

Das Pestalozzi-Fröbel-Haus als Ort des Dialogs

Mit dieser Veranstaltung bekräftigt das PFH sein Selbstverständnis als Impulsgeber in der frühpädagogischen Bildungslandschaft. Hier treffen sich Fachpraxis, Wissenschaft und Politik, um gemeinsam Wege für eine zukunftsfähige, qualitätsorientierte Bildung im Kindesalter zu gestalten.

Die Teilnahme ist kostenfrei, die Zahl der Plätze jedoch begrenzt.

Bitte melden Sie sich bis zum 9. Februar 2026 verbindlich an:  Anmeldung