Die Fachschule für Sozialpädagogik des Pestalozzi-Fröbel-Hauses arbeitet nach den gesetzlichen Vorgaben des Landes Berlin. Unsere Vollzeitausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher dauert drei Jahre (sechs Semester) und schließt mit einer staatlich anerkannten Abschlussprüfung ab. Eine Besonderheit des Vollzeitstudiums ist das internationale Profil der Ausbildung. Wir zählen zu den wenigen Fachschulen, die einer Auswahl von Studierenden über Erasmus+ finanzierte Praktika im Ausland während ihrer Vollzeitausbildung ermöglichen.

Unser nächster Tag der offenen Tür findet am 29. Februar 2020 statt.

Die Lernbereiche

Der Unterricht erfolgt in kompetenzorientierten Lernfeldern zu sechs fachrichtungsbezogenen Lernbereichen:

  1. Berufliche Identität und professionelle Perspektiven weiterentwickeln
  2. Pädagogische Beziehungen gestalten und mit Gruppen pädagogisch arbeiten
  3. Lebenswelten und Diversität wahrnehmen, verstehen und Inklusion fördern
  4. Sozialpädagogische Bildungsarbeit in den Bildungsbereichen professionell gestalten
  5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaften mit Eltern und Bezugspersonen gestalten sowie Übergänge unterstützen
  6. Institutionen und Team entwickeln sowie in Netzwerken kooperieren

Informationen zur Ausbildung

Die Unterrichtszeit in der Vollzeitausbildung beträgt pro Woche 32 Stunden. Der Unterricht wird von Montag bis Freitag erteilt. Unterichtsbeginn ist immer der erste Tag nach den Berliner Sommerferien. Lernmittel, die die Studierenden selbst zu tragen haben, werden mit 15,- Euro pro Monat veranschlagt. Die Ferien an der Fachschule für Sozialpädagogik richten sich in der Regel nach den Berliner Schulferien für allgemeinbildende Schulen. Die Aufnahme in die Fachschule erfolgt zunächst auf Probe, die Probezeit dauert ein Semester.

Schwerpunkte unserer Ausbildung sind...

  • Hospitationswochen im ersten und dritten Semester, die auf die Praktika vorbereiten
  • Kooperation zwischen Unterricht und Praxiseinrichtungen des PFH während der gesamten Ausbildung
  • handlungsorientierte, fächerübergreifende Profilkurse im zweiten Ausbildungsjahr
  • Erwerb eines persönlichen Berufsprofils durch praxisorientierte Vertiefungskurse im dritten Ausbildungsjahr
  • Interkulturalität, siehe nächstes Kapitel

Interkulturalität als Schwerpunkt unserer Ausbildung

Die Entwicklung von interkultureller Kompetenz ist ein besonderer Schwerpunkt der Vollzeitausbildung zur Erzieherin/ zum Erzieher am Pestalozzi-Fröbel-Haus. Wir zählen zu den wenigen Fachschulen, die einer Auswahl an Studierenden als Ergänzung zum Unterricht einen fachlichen Auslandsaufenthalt ermöglichen. Etwa 25 Prozent unserer Studierenden nahmen in den letzten zehn Jahren jährlich entweder an einem fünfmonatigen Auslandspraktikum, an einem dreiwöchigen Auslandspraktikum oder an einem zweiwöchigen Aufenthalt in der Türkei teil. Für die Praktika stehen Stipendien über das EU-Programm Erasmus+ zur Verfügung. Alle Auslandsaufenthalte werden in einjährigen Profilkursen vorbereitet, begleitet z.B. durch E-Mail-Korrespondenz mit einer Tutorin bzw. einem Tutor und ausgewertet.

Inhaltliche Schwerpunkte der Vorbereitung sind:

  • Interkulturelle Erziehung
  • Vergleich der Bildungs- und Erziehungssysteme in Europa
  • Zusatzunterricht in Fach-Englisch

Kulturelle Kompetenzen werden bei uns aber nicht nur in Bezug auf Auslandsaufenthalte vermittelt, sie haben generell während des gesamten Studiums einen sehr hohen Stellenwert. Schließlich ist der berufliche Alltag von Erzieherinnen und Erziehern zunehmend geprägt von der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien mit den verschiedensten kulturellen Hintergründen. Unser Unterricht befasst sich intensiv mit interkulturellen Themen und befähigt die künftigen Erzieherinnen und Erzieher, kompetent und professionell im interkulturellen Bereich zu arbeiten. Unter anderem ist die praktische Zusammenarbeit mit Menschen verschiedener Kulturen einschließlich geflüchteter Menschen ein fester Bestandteil unseres Unterrichts und wird laufend weiter entwickelt.

Ziele der Ausbildung

Die Ausbildung soll Erzieher*innen befähigen

  • im sozialpädagogischen Bereich die Entwicklung der körperlichen, geistigen und seelischen Kräfte von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu fördern und sie auf ihre Aufgaben als mündige Bürger*innen in der Gesellschaft vorzubereiten.
  • die für sozialpädagogisches Handeln grundliegenden Kenntnisse, Erfahrungen und Fähigkeiten zu erwerben. Hierzu gehören auch die notwendigen Kenntnisse über die gesetzlichen und institutionellen Bedingungen der Berufsarbeit.
  • sich auf Veränderungen im sozialpädagogischen Bereich einzustellen und an der Entwicklung von Erziehungskonzeptionen mitzuarbeiten.
  • im Erzieherteam und in der Zusammenarbeit mit den Personensorgeberechtigten und allen an den Erziehungsprozessen beteiligten Personen, Gruppen, Institutionen, Träger der freien Jugendhilfe und Verwaltungsstellen kompetent zu handeln.