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Musethica spielte im PFH

Im Rahmen des Internationalen Kammermusikfestivals spielte Musethica gleich mehrfach im Pestalozzi-Fröbel-Haus. Am Wochenende fanden in der Fachschule offene Proben statt, und am Dienstag traten die Streicher*innen vor Kita-Kindern und Studierenden auf.

Das Internationale Kammermusik Festival zu Gast im Pestalozzi-Fröbel-Haus

Musethica spielte für Kinder und Studierende des PFH

Vom 25. August bis 1. September 2018 findet berlinweit das Internationale Kammermusik Festival von Musethica statt. Fünfzehn ausgewählte Musiker*innen spielen über dreißig Konzerte in sechs Tagen, die meisten davon in sozialen Einrichtungen. Auch das Pestalozzi-Fröbel-Haus kam in den Genuss von Live-Konzerten in höchster Qualität.

Am 25. und 26. August 2018 fanden offene Proben in der Fachschule für Sozialpädagogik/ Schule mit europäischem Profil statt. Und am 28. August 2018 spielte Musethica vor Kita-Kindern und Studierenden des Pestalozzi-Fröbel-Hauses, auf dem Programm standen vor allem Brahms und Tschaikowski. Es gab donnernden Applaus, und wir sagen: DANKE, Musethica!

Das komplette Festivalprogramm hier als PDF

Musethica

Musethica ist eine Ausbildungsmethode, die talentierten jungen Musiker*in­nen die Möglichkeit bietet, als integraler Bestandteil ihres Studiums eine große Anzahl von Konzerten zusammen mit ihren Lehrer*innen zu spielen. Musethica-Konzerte sind für alle Teile der Gesellschaft zugänglich und richten sich vor allem an Menschen, die aufgrund ihrer aktuellen Lebenssitu­ation nicht die Möglichkeit haben, ein Konzert zu besuchen.

85 Prozent der Konzerte finden in sozialen und pädagogischen Einrichtun­gen statt und sind immer kostenlos. Die Musiker*innen spielen für Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen, für Obdachlose, Geflüchte­te, Gefangene und Senioren, in Schulen, Nachbarschaftszentren, Kranken­häusern, Hospizen, Frauenhäusern und an vielen weiteren ungewöhnlichen Orten. 15 Prozent der Konzerte werden in eher traditionellen Konzerthallen gespielt. Das Ziel von Musethica ist es, sich als Exzellenzprogramm und als fester Bestandteil der Ausbildung von Musiker*innen in Deutschland und anderen Ländern zu etablieren.

Dem Fachkräftemangel begegnen - Qualität entwickeln und sichern

Ein Statement der pädagogischen Leitungsgruppe des PFH

Der von Expert*innen seit langem vorausgesagte Personalmangel in vielen gesellschaftlich relevanten Dienstleistungsbereichen wird nun endlich öffentlich diskutiert, auch weil die Betroffenen nicht mehr stillhalten. Mit dem folgenden Statement wollen wir unsere Standpunkte und unsere Beiträge deutlich machen. Wir verbinden damit eine Anerkennung für die Leistung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Zusage, dass wir uns auf keine fragwürdigen Provisorien einlassen.

Das Pestalozzi-Fröbel-Haus (PFH) bildet seit vielen Generationen Erzieherinnen und Erzieher auf einem anerkannt hohen Niveau aus; einbezogen in die Ausbildung sind seit jeher zahlreiche eigene Bildungseinrichtungen wie beispielsweise Kitas, die Ganztagsbetreuung an Schulen oder Familienzentren. Damit ist das PFH auch am Ausbau der Kinder- und Jugendhilfe der letzten Jahrzehnte beteiligt.

Bis zu 2000 Fachkräfte werden 2019 in Berlin fehlen

Die deutsche Gesellschaft hat sich entschieden, alle Kinder und Familien durch ein ausgebautes und differenziertes Bildungssystem zu unterstützen. In der Folge nahm in Deutschland zwischen 2006 und 2017 die Anzahl des pädagogischen Personals allein in Kitas um 70 Prozent zu (vgl. Meiner-Teubner/Schilling 2018). Im größeren Maße geschah dies aufgrund von neugeschaffenen Plätzen, zum geringeren Teil auch durch die dringend notwendigen strukturellen Verbesserungen z.B. des Personalschlüssels. Doch während der Personalbedarf bis vor einigen Jahren noch weitgehend durch Ausbildungsabgänger*innen und Reaktivierungen gedeckt werden konnte, ist der schon lange von Expert*innen prognostizierte Personalmangel (Expertengruppe 2012; KomDat 3/14) nun offensichtlich, unter Betroffenen täglich spürbar und endlich auch Thema der politischen Debatte. Der im Juni 2018 veröffentlichte nationale Bericht "Bildung in Deutschland 2018" erwartet bis 2025 sogar eine Lücke von 300.000 Erzieherinnen und Erziehern. Allein in Berlin werden nach Berechnungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes (DPW) im Frühjahr 2019 bis zu 2000 Fachkräfte oder 10.000 Plätze fehlen.

Wie garantieren wir weiterhin Qualität in der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen?

Das PFH als Träger von sozialpädagogischen Ausbildungsgängen und Einrichtungen bringt sich konstruktiv und kritisch in diese Debatte ein. Wir möchten einen Beitrag leisten, um die Motivation der Fachkräfte im Arbeitsfeld und die notwendige Gewinnung von neuen Fachkräften zu unterstützen. Denn es mehren sich Stimmen, die einen Abbau von Qualitätsstandards in Ausbildung und Praxis beschreiben (vgl. Sell 2018), während es doch angesichts gestiegener Anforderungen und Erwartungen wie z.B. inklusiver Pädagogik viel eher um eine nachhaltige Verbesserung gehen müsste (vgl. Viernickel u.a. 2015). Wir haben die große Sorge, dass unsere Fachkräfte noch mehr als bisher strapaziert werden (Tagessspiegel vom 26.2. 2018: „Starke Belastung in Kita, Schule und Krankenhaus“), ohne dass eine reale Aussicht auf Besserung besteht. Aber nur mit Hilfe der im Arbeitsfeld stehenden Fachkräfte werden die Herausforderungen der nächsten Jahre bewältigt werden können. Und dazu brauchen diese eine ermutigende Perspektive, die berechtigt Hoffnung macht aufgrund einer systematischen Problemanalyse und –lösungsstrategie.

Unsere Initiative zur Verbesserung der Situation in Berlin

Im Oktober 2017 lud das PFH zu einem öffentlichen Fachgespräch ein, an dem Fachkräfte, Studierende sowie Personen aus Politik und Fachverwaltung teilnahmen. Ein Ergebnis waren die Schöneberger Thesen für eine Verbesserung der Bildung unserer Kinder und zur Gewinnung von Fachkräften. Die dort ausgesprochenen Forderungen etwa nach einer besseren Bezahlung oder einem Studierenden-BaFöG sind inzwischen auch in der Politik zum Thema geworden, bislang jedoch ohne zählbare Ergebnisse. Die Forderungen nach einer Erhöhung des Personalschlüssels in Kita und Ganztagsbetreuung wird das PFH ebenfalls weiter vertreten. Wir begrüßen es deshalb, dass die für 2018 in Aussicht gestellten Qualitätsverbesserungen in Kitas von der Berliner Jugendverwaltung nicht infrage gestellt werden. Ein wichtiges Thema der Schöneberger Thesen sind darüber hinaus die Rahmenbedingungen für die berufsbegleitende Ausbildung und für multiprofessionelle Teams; in beiden Feldern engagiert sich das PFH seit langem; hier sehen wir ein großes Entwicklungspotential.

Als Träger von Ausbildung und Praxis können wir jedoch nicht nur "auf bessere Zeiten warten". Im Folgenden möchten wir einige Felder benennen, in denen wir bereits tätig sind, um die beschriebenen Aufgaben anzugehen.

Aktuelle Maßnahmen im PFH

  • Im kommenden Schuljahr werden wir eine Sozialassistenten-Ausbildung anbieten. Wir möchten damit mehr Menschen als bisher den Weg in eine sozialpädagogische Ausbildung ermöglichen. Unsere Stärke als Ausbildungs-Praxis-Verbund werden wir dazu nutzen, innerhalb dieser Ausbildung einen sozialpädagogischen Schwerpunkt zu setzen, der die Absolvent*innen auf eine weitergehende Qualifizierung vorbereitet. Die Inhalte werden gemeinsam von Lehrkräften aus der Schule und Fachkräften aus der Praxis erarbeitet.  
  • Ebenfalls kurzfristig bieten wir in Zusammenarbeit mit einer Hochschule die Möglichkeit an, eine Erzieher*innen-Ausbildung mit einem Bachelor-Abschluss zu verbinden. Beide neuen Abschlüsse stehen für den Wunsch nach einer Durchlässigkeit der Ausbildung und die Erkenntnis, dass es unterschiedliche Aufgabenschwerpunkte in der pädagogischen Praxis geben kann.
  • Wir wissen aus langjähriger Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Berufsgruppen, wie bereichernd die Zusammenarbeit von sozialpädagogischen Fachkräften mit anderen engagierten Personen sein kann. Wir begrüßen deshalb den Einsatz von Menschen mit anderen Qualifikationen wie z.B. handwerklichen oder künstlerischen Kompetenzen. Wir praktizieren dies bereits erfolgreich in mehreren Einrichtungen, beispielsweise durch die natur- und werkpädagogische Unterstützung von Kindern und Jugendlichen im Hinblick auf ihren Schulerfolg. Die PFH-interne Arbeitsgruppe "Quereinstieg" entwickelt weitere Unterstützungsmöglichkeiten für die Praxis. 
  • Multi-professionelle Teams, Quereinsteiger*innen, Praktikant*innen, Auszubildende und junge Fachkräfte brauchen gezielte Unterstützung und Aufbauhilfen, die vor allem von den etablierten Fachkräften geleistet werden müssen. Wir führen in Zusammenarbeit von Lehrkräften und Fachberaterinnen eine Mentorenausbildung für Anleiter*innen durch, um eine qualitativ gute und verlässliche Anleitung zu ermöglichen. Unsere Leitungskräfte und Mitarbeiter*innen werden wir gezielt für die Arbeit in multi-professionellen Teams stärken. 
  • Wir bauen systematisch den betrieblichen Arbeitsschutz und das betriebliche Gesundheitsmanagement aus, um allen Mitarbeiter*innen Prävention und gesundheitsfördernde Bedingungen am Arbeitsplatz zu bieten. Dazu haben wir einen Gesundheitszirkel mit Vertreter*innen aus allen Arbeitsbereichen eingerichtet. Die Informationen über das Angebot an präventiven und gesundheitsfördernden Angeboten stehen im Intranet und in den Einrichtungen als Ordner "Gesund im PFH" allen Mitarbeiter*innen zur Verfügung.   
  • Um die sowohl lohnenden wie auch schwierigen Herausforderungen der nächsten Jahre anzugehen, brauchen wir unkonventionelles Denken, politische Unterstützung und fachliche Vernetzung. Wir engagieren uns deshalb in den Fachgruppen des DPW, in bezirklichen und landesweiten Gremien und auf Fachveranstaltungen. Wir werden weiterhin fachpolitische Diskurse initiieren und die anstehenden Entscheidungen im Austausch mit unseren Mitarbeiter*innen vorbereiten.

Berlin, den 20. August 2018
Die Leitung des Pestalozzi-Fröbel-Hauses

Das Statement als PDF-Dokument zum Ausdrucken

Quellen

Bildung in Deutschland 2018: Autorengruppe Bildungsberichterstattung. Bildung in Deutschland 2018. Ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zu Wirkungen und Erträgen von Bildung. Berlin.

Expertengruppe 2012: Expertengruppe im Rahmen des 10-Punkte-Programms der Bundesregierung, Bedarfsgerechte Kindertagesbetreuung 2013: Empfehlungen zur Fachkräftegewinnung in der Kindertagesbetreuung. Berlin. 

KomDat 3/14: Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik: Kommentierte Daten der Kinder- und Jugendhilfe. Heft 3/2014. Dortmund.

Meiner-Teubner/Schilling 2018: Meiner-Teubner, Christiane/ Schilling, Matthias: Die Entwicklung des Fachkräftebedarfs im System der frühkindlichen Bildung, Erziehung und Betreuung. In: Kita aktuell spezial, Heft 2.2018, S. 44-48. 

Sell 2018: Sell, Stefan: Die Schattenseite der großen Zahlen: Man braucht mehr Personal – und senkt die Ausbildungsstandards. Das Beispiel der Kindertagesbetreuung. In: Aktuelle Sozialpolitik, Juni 2018. 

Viernickel u.a. 2015: Viernickel, Susanne u.a.: Qualität für alle, Wissenschaftlich begründete Standards für die Kindertagesbetreuung. Freiburg i.B.

Fachkräftemangel

Endlich wird der seit langem angekündigte Personalmangel in vielen gesellschaftlich relevanten Dienstleistungsbereichen öffentlich diskutiert. Die pädagogische Leitungsgruppe des Pestalozzi-Fröbel-Hauses hat dazu ein Statement verfasst.

NEU: Doppelqualifizierung

Ab Oktober 2018 können Vollzeitstudierende im PFH parallel zur Erzieher/innenausbildung ein Bachelor-Studium in Sozialpädagogik und Management absolvieren. Beides zusammen in nur vier Jahren!

Doppelqualifizierung: Erzieher/innen- und Bachelorabschluss

Neue Möglichkeiten für Vollzeitstudierende im PFH!

Erstmals in Berlin gibt es ab Oktober 2018 für Vollzeitstudierende die Möglichkeit, parallel zur Erzieher/innenausbildung außerdem ein Bachelor-Studium in Sozialpädagogik und Management zu absolvieren.

Sie erwerben zwei Abschlüsse in nur vier Jahren

  • Staatlich geprüfte/r Erzieher/in
  • Bachelor of Arts (B.A.) in Sozialpädagogik und Management mit dem Zertifikat zur/ zum staatlich anerkannten Sozialpädagogin/en

Zeitgleich mit dem Besuch der Fachschule am PFH kann ein integriertes Fernstudium an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) absolviert werden. Der Bachelorabschluss erfüllt die formale Voraussetzung für bundesweite Masterstudiengänge.

Als zukunftsorientiertes Angebot bieten wir als Fachschule für Sozialpädagogik im Rahmen der Kooperation mit der Fachhochschule des Mittelstands diese Qualifikationsmöglichkeit erstmals zum Oktober 2018 innerhalb der Vollzeitausbildung an.

Struktur von Ausbildung und Studium

Die 20 Studienmodule des Integrativen Fernstudiengangs der FHM werden über vier Jahre parallel zur Vollzeitausbildung zur/ zum Erzieher/in absolviert.

Gemeinsame Studieninhalte

  • Pädagogische Beziehungen gestalten und mit Gruppen pädagogisch arbeiten
  • Lebenswelten und Diversität wahrnehmen, verstehen und Inklusion fördern
  • Sozialpädagogische Bildungsarbeit in den Bildungsbereichen professionell gestalten
  • Erziehungs- und Bildungspartnerschaften mit Eltern und Bezugspersonen gestalten sowie Übergänge unterstützen
  • Institutionen und Team entwickeln sowie in Netzwerken kooperieren
  • Berufliche Identität und professionelle Perspektiven weiterentwickeln
  • Sozialpädagogische Theorie und Praxis
  • Rechtliche Grundlagen sozialpädagogischer Arbeit
  • Konzepte und Methoden der Sozialen Arbeit

Zusätzliche Studieninhalte

  • Unternehmensführung
  • Personalmanagement und Arbeitsrecht
  • Organisationsentwicklung und Changemanagement
  • Sozialmanagement
  • Qualitätsmanagement

Zulassungsvoraussetzungen

Klassische Schullaufbahn
a) Allgemeine Hochschulreife (Abitur)
b) Fachhochschulreife (Fach-Abitur)

WICHTIG: Die Hochschulzugangsberechtigung über die Fachhochschulreife wird i.d.R. erst nach erfolgreichem Abschluss eines schulischen UND eines praktischen Teils (Berufsausbildung oder Praktikum) erlangt.

Berufliche Qualifizierung
a) Abgeschlossene Aufstiegsfortbildung (z. B. staatlich geprüfte Fachwirte; Techniker/innen, Handwerksmeister/innen, Industriemeister/innen etc.
b) Abgeschlossene Berufsausbildung (mindesten zwei Jahre) und anschließende Berufserfahrung (mindestens drei Jahre)

Kosten

Für den Integrativen Fernstudiengang gelten die Immatrikulationsordnung, die Beitragsordnung und die Studienordnung der Fachhochschule des Mittelstands (FHM):

  • Aufnahmegebühr: 150,- Euro
  • Studiengebühr über vier Jahre: 190,- Euro/ Monat
  • Prüfungsgebühr: 500,- Euro

Für die Ausbildung zur/ zum staatlich anerkannten Erzieher/in entstehen keine Kosten.

JETZT BEWERBEN:

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Kontakt und Information

Pestalozzi-Fröbel-Haus
Fachschule für Sozialpädagogik/ Schule mit europäischem Profil

Schulsekretariat
Karl-Schrader-Straße 7-8
10781 Berlin

Tel: +49 (0)30 217 30-240/242
E-Mail: schulsekretariat@pfh-berlin.de
www.pfh-berlin.de/doppelqualifizierung

Fachhochschule des Mittelstandes (FHM)

Antonia Felicia Valentin
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Produkt- und Servicemanagement

Tel: +49 (0)521 9665 5173
E-Mail: valentin@fh-mittelstand.de
www.fh-mittelstand.de

    

Flyer

Alle Informationen rund um die Doppelqualifizierung finden Sie in unserem Flyer als PDF zum Download:

Children in Crisis: Post WW2 and Relevance for Today

Fachveranstaltung 

am Dienstag, den 29. Mai 2018

in der Fachschule für Sozialpädagogik des Pestalozzi-Fröbel-Hauses
Karl-Schrader-Straße 7-8, Haus 1
10781 Berlin-Schöneberg
nächstgelegene U-Bahnstation: Eisenacher Straße, U7

09:00 -15:15 Uhr        Fachveranstaltung
15:30-19:00 Uhr         öffentliche Vorträge 
Detaillierte Informationen zu den Vorträgen

Zur Fachveranstaltung

In der Vergangenheit wie auch heute sind Kinder und Jugendliche die am meisten gefährdeten Opfer von bewaffneten Konflikten, Krieg und Völkermord. Sie sind Opfer von Massenflucht, Vertreibung und sexuellem Missbrauch, müssen Trennung von Familien und Vertrautem erleben.

Bereits nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in Kinder- und Waisenheimen und Lagern der United Nations Relief and Rehabilitation Administration (UNRRA) erste Methoden und Ansätze entwickelt, um traumatisierte Minderjährige wieder in ein normales Leben zu führen. Fürsorgerinnen und Pädagogen, manchmal Überlebende selbst, entwickelten Best-Practice-Modelle zur Rehabilitation dieser Kinder und Jugendlichen, die Opfer von Deportation und Zwangsverschleppungen geworden waren, die in Ghettos und im Versteck überlebt hatten.

Die Veranstalter wollen mit der Tagung dazu anregen, das damals gewonnene Wissen für die heutige Zeit aufzubereiten und verfügbar zu machen. Ohne vorgefertigte Antworten zu liefern, kann es einen wichtigen Beitrag zur Arbeit mit traumatisierten Kindern heute leisten, auch in der Ausbildung zum Erzieher/zur Erzieherin.

Der Workshop brachte Historiker/innen und Praktiker/innen zusammen und führte Methoden aus der Nachkriegszeit mit den heutigen Erfahrungen und Handlungsansätzen zusammen, um daraus neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Veranstalter

Pestalozzi-Fröbel-Haus Berlin, Annegret Lauffer

Organisationsteam

Dr. Verena Buser, Alice Salomon Hochschule Berlin
Dr. Boaz Cohen, Western Galilee College (Holocaust Studies Program), Akko, Israel

Kontakt

  • Annegret Lauffer
    Fachschule für Sozialpädagogik/ Schule mit europäischem Profil des Pestalozzi-Fröbel-Hauses
    E-Mail: lauffer@pfh-berlin.de

 

mit freundlicher Unterstützung von:

Sie sind herzlich eingeladen!

In der Kiezoase feiern wir das Fest der Nachbarn

Am Freitag, den 25. Mai 2018 feiern wir auf dem Lindenspielplatz vor dem Café der Kiezoase das Fest der Nachbarn. Für unsere lange Tafel freuen wir uns über kulinarische Spenden! Getränke und Überraschungen gibt es von der Kiezoase.

WANN

Freitag, den 25. Mai 2018 von 15:30-18:30 Uhr

WO 

Café Kiezoase, Barbarossastraße 65, 10781 Berlin

Die Einladung als PDF zum Downloaden


Schulsozialarbeit

Die Schulsozialarbeit des Pestalozzi-Fröbel-Hauses leistet einen Beitrag dazu, dass alle Schülerinnen und Schüler ihre Schule als Ort erleben, an dem sie mit Freude lernen und sich entwickeln und an dessen Gestaltung sie sich beteiligen können.

Unsere Aufgaben

Mit unseren offenen und vertraulichen Gesprächs- und Beratungsangeboten richten wir uns an alle Schüler/innen, Eltern und Pädagog/innen der jeweiligen Schule. Für Schülerinnen und Schüler in schwierigen Lebens- und Lernsituationen bieten wir Beratung und Begleitung an und unterstützen eine Problembewältigung gemeinsam mit Eltern, Familie, Lehrer/innen sowie mit anderen für ihre Entwicklung bedeutsamen Menschen.

Unsere Schulsozialarbeit beteiligt sich an der inklusiven Schulentwicklung und den schulinternen Initiativen zur Verbesserung von Lern- und Entwicklungsbedingungen der Schüler/innen, zur Stärkung der "Haltequalität" der Schulen und der Verringerung von Chancenungleichheit aufgrund individueller Beeinträchtigungen und sozialer Benachteiligung. Dazu gehören z.B.

  • die Entwicklung und Mitgestaltung von Bildungsangeboten für Gruppen und Klassen zur Stärkung sozialer Kompetenzen und Beteiligungsmöglichkeiten (z.B. soziales Lernen, Klassenrat, Schülerpaten, Lernrat, Schülerparlament)
  • die Gestaltung der Bildungsübergänge (Kita-Grundschule-Oberschule-Beruf), die für viele Schüler/innen eine soziale und fachliche Herausforderung darstellen
  • die Entwicklung und der Aufbau schulinterner Unterstützungsangebote (wie Temporäre Lerngruppe, Natur- und werkpädagogische Angebote, Lernförderung, …),
  • die regelmäßige Zusammenarbeit mit Eltern und die Beteiligung von Eltern

Was uns noch wichtig ist

Das PFH unterstützt die zu der oben beschriebenen Entwicklungsarbeit notwendige interne und externe Fort- und Weiterbildung der Schulsozialarbeiter/innen. Wir bringen unsere Sozialraumkenntnisse und Lebensweltorientierung zur Stärkung der Vernetzung der Schule in Schulumfeld und Gemeinwesen ein: mit außerschulischen Bildungsangeboten, mit Firmen, Initiativgruppen, Nachbarn. Grundlage unserer Arbeit ist die wertschätzende, zielorientierte Kooperation mit allen an der Schule tätigen Professionen, mit den Schüler/innen und ihren Familien.

Wir setzen uns ein für eine ausreichende personelle Ausstattung der Schulsozialarbeit an allen Schulen, für die langfristige Finanzierung inklusiver Unterstützungsangebote und die gesundheitspräventive Gestaltung unserer Arbeitsplätze.

Folgende Schulen kooperieren im Bereich der Schulsozialarbeit mit dem PFH

Folgende Schulen sind Kooperationspartner im Programm "Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen" (JSA)

Das Programm "Jugendsozialarbeit an Schulen" wird aus Landesmitteln der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft finanziert.

Ein schulübergreifendes Sozialarbeitsprojekt ist die Hausaufgabenhilfe Kelebek.


Karl Antony
Fachbereichsleiter der Jugendsozialarbeit an Schulen
Mariannenplatz 3
10997 Berlin

Telefon: +49 / (0)30 6153 561
Telefax: +49 / (0)30 6152 828
E-Mail: k.antony-schulprojekte-pfh@web.de

Flucht und Beratung

Am 23. Mai 2018 veranstaltete die Erziehungs- und Familienberatung des PFH ein Fachgespräch zum Thema Flucht und Beratung. Vorgestellt wurden neue und kreative Wege bei der Beratung von geflüchteten Familien.

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